Die Schlacht bei Minden und ihre geschichtliche Wirkung

Die Schlacht bei Minden und ihre geschichtliche Wirkung

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Christian Wulff
Ministerpräsident des Landes Niedersachsen








Der Siebenjährige Krieg war eine historische Zäsur größten Ausmaßes: Durch die Verknüpfung überseeischer, europäischer und deutscher Konflikte wurde er zum ersten Weltkrieg der Geschichte, er begründete die künftige Dominanz Englands in Europa, und er zeigte, dass sich das Heilige Römische Reich Deutscher Nation überlebt hatte und divergierende Einzelinteressen der größeren
Reichsstände nicht mehr friedlich ausgleichen konnte.

Obwohl dieser Krieg mit größter Anstrengung geführt wurde, brachte er für die beteiligten deutschen Länder letztlich nur eine Bestätigung ihres vorherigen territorialen status quo. Der Sieg des preußisch-britischen Koalitionsheeres unter Herzog Ferdinand von Braunschweig gegen die französische Invasionsarmee in der Schlacht bei Minden am 1. August 1759 hat wesentlich zu diesem Ergebnis beigetragen. Diese Schlacht hat damit den weiteren Verlauf der Geschichte maßgeblich bestimmt und wirkt indirekt bis heute prägend auf Deutschland und seine Länder.

Wir haben daher allen Grund, uns solche Voraussetzungen unseres Daseins immer wieder bewusst zu machen, denn erst das zeigt, welches Glück wir haben, in einem Europa zu leben, in dem die damals verfeindeten Staaten und Völker freundschaftlich miteinander verbunden sind.