The 1st Minden Tattoo auf dem Simeonsplatz

The 1st Minden Tattoo auf dem Simeonsplatz

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Minden Zum 250. Jahrestag der Schlacht bei Minden wird eine weitere Premiere in der Weserstadt geboten. In Minden findet das erste „Tattoo“ im Rahmen eines internationalen Festivals der Traditionsmusik open air auf dem Simeonsplatz statt. Hierzu holt die Minden Marketing GmbH (MMG) in der Festwoche gemeinsam mit der Agentur Imu-Sport internationale Musikgruppen in die Stadt.

Internationales Flair wird spürbar, wenn am 31. Juli, also am Vorabend des historischen Jahrestages, französische, britische, deutsche und weitere Musikgruppen auf dem Mindener Simeonsplatz vor dem Preussenmuseum beim 1st Minden Tattoo aufspielen. Mehrere hundert Musiker aus verschiedenen Nationen bestreiten in ausgeklügelten Formationen zum 250. Jahrestag der Schlacht das erste Festival der Traditionsmusik in Minden. Der Eintritt für dieses hochkarätige Konzerterlebnis ist frei. Von den Bands begleitet geht es nach dem Konzert zurück in die Innenstadt, die zur Bühne wird für ein ausgelassenes europäisches Freundschaftsfest im Rahmen der Gourmetmeile.

Durch die Unterstützung ihrer Gesellschafter und einer Bundesförderung kann die MMG zum historischen Jubiläum ein besonders Festprogramm für Minden realisieren. So auch diese besondere und bislang einmalige Musikprojekt auf dem Simeonsplatz. Unter der Überschrift „Forever friends in Europe“ steht das gesamte Festprogramm ganz im Zeichen der deutsch-britisch-französischen Freundschaft. Musikalisch stark vertreten sind die Franzosen durch die Garde Impériale de Dijon und Deutschland durch das Heeresmusikkorps 12 aus Veitshöchheim bei Würzburg und der Musikvereinigung Omersheim. Gleich mit zwei Orchestern feiern die Briten den 250. Jahrestag der Schlacht bei Minden. Beim Tattoo dabei sind die berühmte Minden Band of the Queens Division und die legendäre Band of the Brigade of Ghurkas, die auch in Minden nicht nur durch ihren ungewöhnlichen Marschstil die besondere Sympathie des Publikums erringt.

„Wir freuen uns, dass wir das Jubiläumsmotto „Forever friends in Europe“ auch musikalisch umsetzen können und dafür u.a. französische, britische und deutsche Musiker unserer Einladung nach Minden gefolgt sind,“ erläutert Dr. Jörg-Friedrich Sander, Geschäftsführer der Minden Marketing GmbH. Für das Stadtmarketing ergäben sich daraus Möglichkeiten, neue Formate für Minden auch auf dem Simeonsplatz zu testen.

Die eintrittsfreie Veranstaltung beginnt am 31. Juli um 18:30 Uhr. Einlass ist ab eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn möglich. In Zusammenarbeit mit MKB hat die MMG ab 17: 30 Uhr einen Shuttle Service von Kanzlers Weide eingerichtet. Nach dem Musikprogramm sind alle Konzertbesucher eingeladen, gemeinsam mit den Musikern zum Freundschaftfest auf dem Marktplatz einzuziehen.

Flyer und weitere Informationen zum „Tattoo“ sowie zum Mindener Festprogramm bei der Minden Marketing GmbH, Domstr. 2, 32423 Minden, Telefon: 0571/8290659, Fax: 0571-8290663, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , unter www.schlacht-bei-minden.com und unter www.minden-erleben.de .
 

Kurzinformationen zu den teilnehmenden Orchestern

Minden Band of The Queens Division (Großbritannien)
Die Minden Band ist nicht nur als professionelles Militärorchester und Marching Band bekannt, sondern auch für die Bandbreite ihrer musikalischen Unterhaltungskunst. Das Orchester ging aus einer Fusion von zwei Militärkapellen der Britischen Armee am 1. August 1994 hervor, was zunächst zur Bildung von zwei Kapellen innerhalb der Queens Division führte: der Normandy Band, stationiert in Catterick und der Minden Band in Bassingbourn. Heute vertritt die Minden Band allein die musikalische Repräsentanz der Queens Division. Die Minden Band trägt ihren Namen zu Ehren der Schlacht bei Minden von 1759 und soll damit alle drei beteiligten Regimenter der Queens Division ehren. Dazu tragen die Musiker die Farben aller drei Regimenter.

Garde Impériale de Dijon (Frankreich)
Der vollständige Name des 1986 gegründeten Marschorchesters lautet „Tête de Colonne du Premier Régiment de Grenadiers à Pied de la Garde Impériale de Dijon". Die Uniformen der Mitglieder sind vom Knopf bis zur Bärenfellmütze exakte Repliken von Uniformen der kaiserlichen Garde unter Napoléon Bonaparte. Zunächst vertrat die Garde Impériale die französische Stadt Dijon. Dabei steigerte sich die Reputation des Orchesters aufgrund seiner hohen künstlerischen Qualität und seiner authentischen Uniformen zunehmend. Als Botschafter Dijons besuchten die Musiker bereits Frankreich, Belgien, Italien, die Schweiz und Deutschland. Das Musikrepertoire der „Garde Impériale" mit 60 Musikern umfasst ein riesiges Spektrum mit einem Schwerpunkt auf napoleonischen Märschen.

Heeresmusikkorps 12 Veitshöchheim (Deutschland)
Das Heeresmusikkorps 12 - benannt nach der ehemals in Veitshöchheim residierenden 12. Panzerdivision – wurde 1962 in Fürstenfeldbruck als Luftwaffenmusikkorps 5 aufgestellt. Mit seiner sinfonischen Blasmusik aller denkbaren Stilrichtungen genießt das Orchester in der Öffentlichkeit einen hervorragenden Ruf als Botschafter der Bundeswehr. Neben ungezählten militärischen Zeremoniell-Auftritten erfreuen sich besonders ihre Konzerte größter Beliebtheit. Im internationalen Rahmen erntete das Heeresmusikkorps 12 bei Auslandseinsätzen in Großbritannien, Dänemark, den Niederlanden, in der Schweiz, in den USA und in Kanada viel Lob und Anerkennung. Auch in Fernsehsendungen wie „Lustige Musikanten“ oder „Kein schöner Land“ wurde das Musikkorps bereits mehrfach vorgestellt. Seit März 2007 wird das Orchester von Oberstleutnant Burkard Zenglein geleitet.

„Oud-Leden Fanfarekorps Der Genie“
(Niederlande)
Ursprünglich 1888 in Utrecht durch Unteroffiziere und Freiwillige gegründet, hat sich das Fanfarenkorps der Pioniere 1997 im Rahmen einer privaten Initiative neu formiert. Bei ihren Auftritten trägt die Gruppe die historischen Uniformen aus dem Gründungsjahr 1888, die nach Vorlagen aus dem Militärmuseum Delft angefertigt wurden. In den letzten Jahren war das Orchester bei zahlreichen internationalen Musikveranstaltungen zu Gast. Im Jahr 2006 hat die niederländische Musikgruppe u.a. an der internationalen Militär-Show „Musik Parade“ in fünf deutschen Städten teilgenommen. Das Orchester beherrscht ein breitgefächertes Repertoire mit dem Schwerpunkt Militärmusik und wird geleitet von Peter Poel.

Rhine Area Pipes & Drums (Deutschland / Schottland)
Nach intensiver Lehrzeit bei Experten der Britischen Rheinarmee wurde das Dudelsack-Orchester 1977 in Düsseldorf gegründet. Ihm ist es gelungen, das schottische Traditionsinstrument „Dudelsack” bzw. „bag pipes” in Deutschland weitergehend populär zu machen. Professionell ambitioniert entwickelten die Musiker der Band schon bald ihren eigenen Sound. Traditionelle Märsche wie „Scotland the Brave", „Killaloe", „The Garb of Auto Gaul“ oder das weltbekannte „Amazing Grace" bekommen einen ganz neuen, interessanten Klangcharakter. Mit ihren historischen schottischen Uniformen entführen die Musiker das Publikum in das schottische Hochland. Zahlreiche gemeinsame Auftritte mit englischen, irischen und schottischen Regimentskapellen dokumentieren, dass die Rhine Area Pipes & Drums von ihren Vorbildern akzeptiert werden und ihre Musik ein echtes Bindeglied deutsch-britischer Freundschaft ist.

Band of the Brigade of Ghurkas
(Großbritannien)
Das Orchester wurde im November 1859 als Teil des indischen Ghurka Armeeregiments, genannt das „Sirmoor Rifle Regiment” gegründet. Es hatte ursprünglich nur 16 Mitglieder und einen als „Naik” bezeichneten Bandleader. Schnell erfreute sich die Musikgruppe schon damals wachsender Beliebtheit bei Paraden, Poloturnieren, Dinnerveranstaltungen und festlichen Anlässen der Armee in Dehra Dun im Nordosten von Dehli und wurde ständig erweitert. Anders als andere britische Militärbands hat die Band of the Brigade of Ghurkas außer einem britischen Orchesterchef einen weiteren musikalischen Leiter, der ein echter Ghurka sein und die komplette britische Militärmusikausbildung absolviert haben muss.

Musikverein Ommersheim (Deutschland)
Untrennbar verbunden mit der Existenz des Musikvereins Ommersheim sind jene Männer, die sich im Jahr 1871 kraft einer echten Lebensfreude und Liebe zu Musik und Frohsinn in kleinem Kreis zusammenschlossen, um die Musik zu erlernen und zu pflegen. Seit Gründung des Musikvereins 1929 wird bis heute mit einer großen Zahl von Musikern die Tradition der „Ommersheimer Musik" fortgesetzt. Mit fast 550 Mitgliedern, davon über 120 Aktiven gehört der Musikverein Ommersheim zu den größten und leistungsstärksten Orchestern im Saarland. Das Musizieren hat in Ommersheim eine lange Tradition. So gibt es statistisch gesehen in fast jeder zweiten Familie eine Person, die in der Musikvereinigung spielt oder gespielt hat. In gegenwärtig vier Orchestern wird von drei Dirigenten regelmäßig Nachwuchsarbeit betrieben.