Nach der Schlacht von Minden: Frankreich und Europa vom Siebenjährigen Krieg bis zur Französischen Revolution 1756/59 - 1789/92

Nach der Schlacht von Minden: Frankreich und Europa vom Siebenjährigen Krieg bis zur Französischen Revolution 1756/59 - 1789/92

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Als im Mai 1756 bekannt wurde, dass Frankreich mit Österreich einen Freundschafts- und Defensivvertrag geschlossen hatte, reagierte die französische Öffentlichkeit mit Staunen und Unverständnis. Die Aussöhnung mit dem „Erbfeind“ galt bis dahin als undenkbar. Doch Ludwig XV. hatte in Geheimverhandlungen diese Entscheidung gegen zögernde Minister durchgesetzt und hielt an dem Bündnis bis an sein Lebensende fest, ebenso wie sein Enkel und Nachfolger Ludwig XVI..

Gegen die Allianz mit Österreich erhob sich eine lautstarke Opposition, die erst verstummte, als Frankreich 1792 Österreich den Krieg erklärte. Die scharfe Kritik der Bündnisgegner hat das Urteil der Historiker lange Zeit geprägt; die Motive Ludwigs XV. blieben unberücksichtigt. Im Vortrag wird das Scheitern der Politik Frankreichs im Siebenjährigen Krieg thematisiert (endgültig besiegelt in der Schlacht von Minden) und es werden neue Perspektiven auf Frankreich und die internationale Politik zwischen 1763 und 1792 eröffnet.

PD Dr. Sven Externbrink, ausgewiesener Kenner der Geschichte des Siebenjährigen Krieges, ist Dozent an der Universität Marburg und am Deutschen Historischen Institut in Rom.

Dienstag, 17. Februar 2008, 19.30 Uhr
Veranstalter: Preußen-Museum Minden / VHS Minden
Preußen-Museum Minden (Ständersaal), Simeonsplatz 12